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Grüner Star (Glaukom)

Was Sie wissen sollten

 

Was ist ein Glaukom?

Das Glaukom, das auch „Grüner Star“ genannt wird, ist durch einen erhöhten Druck im Auge gekennzeichnet. Zwei Prozent aller Erwachsenen, die über 40 Jahre alt sind, bekommen ein Glaukom.

Wodurch entsteht ein grüner Star?

Damit das Auge seine Form und Sehfunktion behält, muss in seinem Inneren ein bestimmter Druck herrschen. Dafür ist das Kammerwasser verantwortlich. In dem Maße, wie es immer wieder gebildet wird, fließt es normalerweise auch wieder ab. Ist jedoch der Abfluss behindert, steigt der Augeninnendruck. Es können aber auch Entzündungen, Verletzungen, Blutungen in den Augapfel und/oder Verlagerungen der Linse zum grünen Star führen.

Welche Krankheitszeichen spürt man?

Bei der akuten Form (Glaukomanfall!) kommt es zu heftigen Augenschmerzen, Rötung des Auges, Erbrechen und Nebelsehen.
Bei der chronischen Form verspürt man über viele Jahre keine Beschwerden, bis die Krankheit bereits so weit fortgeschritten ist, dass eine Sehnervschädigung vorliegt.

Welche Untersuchungen führen zur Diagnose?

Der Druck innerhalb des Auges wird mit einem Instrument, dem sog. Tonometer gemessen. Weitere diagnostische Möglichkeiten sind die Gesichtfeldbestimmung, die zeigt, ob und wie groß ein bereits bestehender Schaden der Sehfähigkeit vorliegt.
Mittlerweile gibt es weitere Methoden, die z. B. speziell die Nervenfasern, den Sehnervenkopf oder auch die Hornhautdicke des Auges untersuchen können und ein sehr detailliertes Bild der Erkrankung zeichnen.

Wie wird der Grüne Star behandelt?

Beim akuten Glaukomanfall benützt man zur raschen Senkung des erhöhten Augeninnendruckes bestimmte Augentropfen, die entweder in´s Auge getropft oder intravenös injiziert werden. Wenn der Druck nach 8 Stunden nicht sinkt, ist eine Operation notwendig.
Beim chronischen Glaukom können geeignete Augentropfen jahrelang ausreichen, wenn damit der Augeninnendruck unter Kontrolle gehalten werden kann; ansonsten ist eine Operation nötig.

Muss immer operiert werden?
Das hängt von den Druckwerten und vom Zustand des Gesichtsfeldes ab. Die meisten Patienten können mit drucksenkenden Augentropfen erfolgreich behandelt werden. Wenn operiert wird, macht der Chirurg oberhalb der Pupille einen winzigen Schnitt um dann eine ca. 2 mm große Öffnung aus der darunterliegenden Lederhaut zu stanzen, aus der das überschüssige Kammerwasser abfließen kann. Es gibt aber auch ein Verfahren mit Laserstrahlen (Laser-Trabekuloplastik), bei dem kleine Löcher in das sog. Trabekelwerk geschossen werden, durch die das Kammerwasser abfließen kann, damit der Druck nachlässt.

Welche Folgen hat ein unbehandeltes Glaukom?

Ein unbehandeltes Glaukom kann im Extremfall bis zur Erblindung führen. Dies geschieht, weil durch den konstant hohen Druck auf den Sehnerv dieser mit der Zeit immer stärker geschädigt wird. Die fast völlige Symptomlosigkeit über viele Jahre macht das Glaukom zu einer tückischen Krankheit. Deshalb sollte ein regelmäßiger Kontrollbesuch beim Augenarzt nicht versäumt werden.

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