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Stent-Implantation

Maßnahme zur Verhinderung eines Blutgefäßverschlusses

 

Ihr Arzt hat Ihnen die Durchführung einer Stent-Implantation empfohlen.

Es handelt sich um einen Eingriff zur Erweiterung eines oder mehrerer verengter Blutgefäße (Stenosen) durch „einpflanzen" eines röhrenförmigen Gitters.
Der Stent soll einen verbesserten Blutdurchfluss erreichen.


Warum diese Stent-Implantation?

Ihr Herz wird durch zwei Haupt-Kranzarterien mit Blut versorgt. Falls diese zwei Arterien oder deren Seitenäste nicht mehr in der Lage sind, den Herzmuskel mit der benötigten Blutmenge zu versorgen, kann es zu einer Herzschädigung bis hin zum Herzinfarkt kommen.

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Ziel einer Stent-Implantation ist es, einen drohenden Verschluss einer Herzkranzarterie und damit einen möglichen Herzinfarkt mittels einer Ballonaufdehnung und anschließender Plazierung der Gefäßstütze (=Stent) in der entsprechenden Koronararterie zu verhindern, oder bei einem akuten Verschluss bzw. einermassiven Gefäßeinengung (Atherosklerose) das Herzkranzgefäß für das Blut wieder durchgängig zu machen.


Vor dem Eingriff

  • Vor dem Eingriff erhalten Sie eine schriftliche und mündliche Aufklärung durch den Arzt über Risiken und mögliche Komplikationen.
  • Letzte Essenseinnahme am Abend davor.
  • Letzte Flüssigkeitsaufnahme 8 Stunden davor.
  • Am Vorabend empfiehlt sich die Einnahme eines Schlafmittels.
  • Etwa 1 Stunde vor dem Eingriff erhalten Sie ein Beruhigungsmittel.
  • Erforderliche Medikamente nach Anweisung des Arztes einnehmen.



Das Prinzip des Eingriffs

Für die infrage kommende verengte Koronararterie wird ein geeigneter Stent nach Durchmesser, Biegsamkeit und Länge ausgesucht. Er besteht aus einem röhrenförmigen Maschengitter, meist aus nichtrostendem Edelstahl und ist auf einem Ballonkatheter fest aufmontiert. Er wird bei der normalen Ballonaufdehnung (PTCA) im Bereich der Gefäßverengung plaziert.
Durch das Aufblasen des Ballons dehnt sich der Stent, und somit das verengte Gefäß, auf die gewünschte Größe auf.

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Durch Ablagerungen verengte Arterie.




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Plazierung des Ballonkatheters mit aufmontiertem Stent.

 

 

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Aufblasen des Ballons und Ausdehnung der verengten Arterie.

 

 

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Durch Aufblasen des Ballons dehnt sich der Stent auf das gewünschte Volumen aus und behält es bei. Nach Ablassen des Druckes aus dem Ballon wird der Ballonkatheter und der Führungsdraht entfernt. Der Stent ist fest in die Gefäßwand gepresst und wächst in den nächsten Wochen dauerhaft ein.

 

Durchführung der Implantation

Einer Stent-Implantation geht in aller Regel eine normale Ballonaufdehnung des verengten Herzkranzgefäßes voraus. Wenn das Ergebnis dieser Aufdehnung unbefriedigend ist, wird der Ballonkatheter entfernt. Der sehr dünne Führungsdraht, der vorher meist über die Beinarterie bis zum Herzen vorgeschoben wurde, bleibt aber unverändert in der Koronararterie. Es wird dann der auf einem neuen Ballonkatheter montierte Stent über den Führungsdraht an die Stelle des drohenden oder akuten Verschlusses vorgeschoben, wobei eine exakte Positionierung durch eine Kontrastmittelinjektion in diese Koronararterie (sichtbar auf einem Bildschirm) ermöglicht wird.

Durch Aufblasen des Ballons dehnt sich der Stent auf das gewünschte Volumen aus und behält es bei. Nach Ablassen des Druckes aus dem Ballon wird der Ballonkatheter und der Führungsdraht entfernt. Der Stent ist fest in die Gefäßwand gepresst und wächst in den nächsten Wochen dauerhaft ein.


Nach dem Eingriff

Nach dem Ziehen der Kathetereinführschleuse wird zur Vermeidung von Blutungen ein Druckverband für etwa 12 Stunden angelegt.
Für diese 12 Stunden ist Bettruhe verordnet. Für 4–6 Wochen nach dem Eingriff werden Ihnen, zusätzlich zu sonstigen Medikamenten, die Sie einnehmen, speziell blutgerinnungshemmende, bzw. Blutplättchen-Aggregationshemmende Medikamente verordnet.
Diese Medikamente sind unbedingt einzunehmen, da durch sie ein Verschluss des erweiterten Gefäßes verhindert werden soll.
 
 
Diese Information soll kein Ersatz für fachärztliche Betreuung sein. Diagnose und Behandlung sind nur von einem Arzt vorzunehmen.